Anchor Hocking
Anchor Hocking: Glas zum Backen, Messen und Aufbewahren
1905 nahm Anchor Hocking in Lancaster, Ohio, sein erstes Glaswerk in Betrieb. Die Idee war Glas, das Haushalte wirklich brauchen und sich leisten können. Gefertigt wird bis heute am ursprünglichen Standort: Dort wird das Glas geschmolzen, gegossen, geformt, geschnitten und gereinigt. Zum Sortiment gehören Backformen und Auflaufformen, Teigschüsseln und Messbecher, Vorratsgläser und Frischhaltedosen, dazu Trinkgläser und Glas zum Servieren.
Gehärtetes Kalk-Natron-Glas
Anchor Hocking verarbeitet Kalk-Natron-Glas und härtet es nach einem Verfahren, das die Marke Tempered Tough nennt: Das Glas wird längere Zeit erhitzt und danach rasch abgekühlt. Laut Hersteller ist es dadurch mehr als doppelt so fest wie gekühltes Borosilikatglas und hält Temperaturwechsel mindestens ebenso gut aus. Es verzieht sich nicht, nimmt keine Verfärbungen an und zerfällt beim Bruch meist in kleine Stücke. Das Glas ist laut Hersteller zu 100 % recycelbar.
Teigschüsseln und Messbecher mit eingeprägter Skala
Bekannt ist Anchor Hocking für Teigschüsseln, die die Marke „Batter Bowls“ nennt, und für Messbecher aus Glas. Die Skala ist ins Glas eingeprägt und verblasst deshalb nicht. Mit Griff und Ausgießer wird darin angerührt, abgemessen und ausgegossen, etwa Pfannkuchenteig, und an der Skala lässt sich ablesen, wie weit ein Hefeteig aufgegangen ist.
Umgang mit dem Glas
Plötzliche Temperaturwechsel mag auch gehärtetes Glas nicht: In ein heißes Gefäß wird keine Flüssigkeit gegossen, und heißes Glas wird nicht auf eine nasse oder kalte Fläche gestellt, sondern mit einem trockenen Tuch oder Topflappen angefasst. In der Mikrowelle steht es mittig, ohne die Wände zu berühren, und wird nie leer erhitzt. Scharfe Messer können das Glas zerkratzen und schwächen; Glas mit Kratzern, Abplatzern oder Rissen wird nicht mehr verwendet. Gespült wird mit Spülmittel und nicht kratzenden Schwämmen oder in der Spülmaschine.