Rotweingläser
Rotweingläser: ein großer Kelch, damit der Wein atmen kann
Rotwein entfaltet sein Aroma, wenn er Luft bekommt. Rotweingläser haben deshalb einen großen, bauchigen Kelch: Die Oberfläche des Weins ist groß, und beim Schwenken kommt noch mehr Luft hinzu. Der Kelch verjüngt sich nach oben, damit sich der Duft sammelt.
Burgunderglas oder Bordeauxglas?
Burgundergläser sind besonders weit und bauchig. Sie passen zu zarten, duftigen Rotweinen wie Spätburgunder. Bordeauxgläser sind höher und etwas schmaler, für kräftige Rotweine mit viel Gerbstoff wie Cabernet oder Merlot. Ein Allroundglas mittlerer Größe passt zu fast jedem Rotwein.
Wie voll und wie warm?
Rotweingläser werden nur etwa zu einem Drittel gefüllt, bis zur breitesten Stelle des Kelchs. Rotwein schmeckt am besten bei etwa 16 bis 18 Grad, leichte Rotweine auch etwas kühler. Am Stiel gehalten, wärmt die Hand den Wein nicht.
Mit oder ohne Stiel?
Stielgläser sind die klassische Form. Tumbler ohne Stiel stehen sicherer, passen in jeden Schrank und werden gern für den Alltag genommen; der Wein wird darin allerdings schneller warm.
Dekantieren
Junge, kräftige Rotweine gewinnen, wenn sie vorher in einer Karaffe Luft bekommen; bei alten Weinen bleibt so der Bodensatz zurück. Karaffen dafür stehen unter Karaffen und Dekanter, Gläser für Weißwein unter Weißweingläser.