Bierseidel
Bierseidel und Bierkrüge: mit Deckel, aus Steinzeug oder Glas
Seidel, Krug und Humpen meinen dasselbe Gefäß: ein bauchiges oder gerades Trinkgefäß mit Henkel, meist für einen halben Liter Bier. Der Henkel hält die Hand vom Glas fern, sodass das Bier nicht so schnell warm wird. Neben den Krügen gibt es unter Biergläser auch Weizenbiergläser.
Für andere Biersorten passen Biertulpen und Kölschgläser.
Wozu der Zinndeckel?
Der Klappdeckel aus Zinn wird mit dem Daumen über einen Hebel am Henkel geöffnet. Er hält Laub, Insekten und Staub vom Bier fern, deshalb gehört er traditionell zum Biergarten. Krüge mit Deckel sind zugleich Sammel- und Geschenkstücke, oft mit Wappen, Jagd- oder Landschaftsmotiv.
Steinzeug, Glas oder Kunststoff?
Steinzeug ist undurchsichtig, schwer und hält die Temperatur gut. Im Glaskrug sieht man Farbe und Schaum des Biers. Krüge aus Kunststoff sind leicht und bruchfest und eignen sich für Feste und draußen.
Seidel, Maßkrug oder Humpen?
Seidel und Humpen fassen meist einen halben Liter, der Maßkrug einen ganzen. Die Namen sind regional verschieden, gemeint ist immer ein Trinkgefäß mit Henkel. Größere Krüge ohne Bierbezug, etwa für Wasser oder Saft, stehen unter Krüge.
Wie werden Krug und Zinndeckel gereinigt?
Krüge mit Zinndeckel, Bemalung oder Dekor am besten von Hand mit warmem Wasser spülen und gut trocknen lassen. Zinn läuft mit der Zeit dunkler an; ein weiches Tuch genügt zum Polieren. Ob ein Krug in die Spülmaschine darf, steht beim jeweiligen Artikel.
Was bedeutet geeicht?
Ein Eichstrich zeigt, bis wohin die angegebene Menge reicht, etwa 0,5 Liter. In der Gastronomie ist er für Ausschankgefäße vorgeschrieben. Zu Hause zeigt er beim Einschenken, wie viel Schaum noch Platz hat.